Für 2023

©PaulaRabe

Zum Jahresende gibt’s hier einen Ausblick auf 2023 in Form eines Bilderrätsels.

Menschen, die mit dem Thema “Trauma(folgen)“ beschäftigt sind, sind bei der Auflösung klar im Vorteil- sofern sie sich auch schon näher mit dem Gehirn und seinen Strukturen befasst haben. 🙂

Wir wünschen uns und der Welt, dass 2023 friedlicher wird als 2022. Dass immer mehr Menschen sich gegen Gewalt und für Liebe und Besonnenheit entscheiden.

Dass positive Veränderungen stattfinden dürfen statt Lähmung oder Erstarrung.

Dass neue, kreative, menschenfreundliche Gedankengänge, Ideen, Alternativen wachsen dürfen.

Dass nichts so bleiben muss, wie es schon immer war. Dass alte Trampelpfade durch neue ersetzt werden.

Damit diese Wünsche verwirklicht werden können, braucht’s unter anderem jede Menge Futter für alle Seepferdchen in den Köpfen der Menschen. Weniger Input und Aktivierung der Mandelkerne.

Und das ist auch schon die simple Auflösung unseres Bilderrätsels:

Der Hippocampus (“Seepferdchen“) ist (nicht nur) in Sachen “Traumaheilung“ ein oberwichtiger Teil des menschlichen Gehirns: Hier werden neue, positive Erfahrungen gespeichert – z.B. heilsame Bindungen, schöne Erlebnisse, kreatives Lernen, usw.

Im Gegensatz dazu hält ein hochaktiver Mandelkern (Amygdala) Traumastrukturen aufrecht, feuert Alarm, verursacht Emotionschaos und Flashbacks.

Das Gute ist: Das Seepferdchen kann wachsen durch richtiges Futter und der Mandelkern kann wieder schrumpfen (Stichwort Neuroplastizität).

Und das wünschen wir der ganzen Welt:

Gut genährte, wertgeschätzte Seepferdchen für Klein und Groß und nicht noch mehr Wachstum für die Mandelkerne.

Dezemberfreude #24

©PaulaRabe

In der Küche wird gerade für uns gekocht. Wir müssen nichts tun, dürfen einfach nur so auf dem Sofa sitzen. Beide Katzen sind wohlauf und dösen in unserer Nähe. Draußen ist es ruhig und friedlich, im Haus ist es warm, aufgeräumt, sicher. Nachbar*innen haben schon gegrüßt und “Frohe Weihnachten“ gewünscht. Freundlichkeit… Durchatmen können…Halt erleben… Licht wahrnehmen…

24 Lieblingsmomente in den vergangenen Tagen. So große Dankbarkeit für das, was uns Gutes weiterfährt und für das, was wir uns selbst ermöglicht und erarbeitet haben.

Erinnerungen und Gedanken an jene, denen all das fehlt. Die keine Chance bekamen oder im Heute um jede einzelne unbeschreiblich hart kämpfen müssen.

Manche kommen nicht raus aus der Gewalt. Manche werden weder gesehen noch bedacht.

Dankbarkeit für’s Lebendürfen und Lebenkönnen, trotz allem. Und viel Liebe und Licht für Jene, denen es anders geht.

So fühlt sich das hier gerade an, in diesem Moment.

Dezemberfreude #23

©PaulaRabe

So, ich hab uns schon mal unser “feierliches“ Outfit für morgen zurechtgelegt. Was auf dem Foto noch fehlt: Die ausgebeulte Lieblingsjogginghose und die Regenbogen-Wollsocken.

Das Schöne an unserer Lebensform mit Wahlfamilie statt “Ursprungsfamilie“ ist: Wir können Weihnachten machen, was wir wollen. Shirt statt Bluse, Fritten statt Gans, “Klingel aus!“ statt braver Verfügbarkeit.

Wenn wir wollen, können wir morgen und übermorgen und überübermorgen den ganzen Tag fernsehen. Oder lesen. Oder aus dem Fenster schauen. Oder puzzlen. Oder was auch immer.

Wir dürfen schlecht gelaunt, traurig, müde oder auch glücklich und zufrieden sein. Wir müssen niemanden pflichtbewusst beschenken, anrufen oder besuchen. Wenn wir in eine Krise rutschen, können wir ihr unsere volle Aufmerksamkeit geben. Nichts muss, alles mögliche kann und darf.

Das ist unser größtes, bestes und wichtigstes Weihnachtsgeschenk: Persönliche Freiheit.

Und Euch wünschen wir dieses Erleben auch!

Dezemberfreude #22

©PaulaRabe

Da wird sie doch noch sichtbar an diesem grauen Tag: Die Sonne. Hinschauen, lächeln und sich getröstet fühlen.

Merken, wie sich etwas innen regen darf, das so lange tabu und verboten und unmöglich war: Hoffnung und Zuversicht.

Es ist okay, sich zu erlauben, auch auf etwas Großes und Wichtiges zu hoffen: Frieden, Gesundheit, Sicherheit, Versorgtsein, Mitmenschlichkeit, Besserung ganz allgemein.

Es ist nicht naiv, dumm oder vermessen, an etwas Gutes zu glauben. Und man riskiert auch nicht, dass sich automatisch alles zum Schlechten wendet, wenn man hofft, sehnt, wünscht.

Solche traumaassoziierten Überzeugungen können sich sehr hartnäckig innerlich halten – umso schöner, wenn mit der Zeit spürbar wird, dass sich da etwas bewegt und sogar auflöst.

In diesem Sinne: Hoffnungsstrahlen sehen und fühlen = Lieblingsmoment des Tages

Dezemberfreude #19

©PaulaRabe

Ich stehe mit meinem Paket in der sehr langen Schlange an der Poststelle eines Supermarktes.

Eine ältere Frau drängelt sich von hinten nach vorne durch und sagt dabei leise: “Ich muss nur kurz was abgeben…“ Ich höre verhaltenes Grummeln, aber glücklicherweise kein lautstarkes Gemecker von den Menschen in der Schlange.

Vorne angekommen legt die Frau dem Postmitarbeiter eine Tafel Edelschokolade auf den Tresen und sagt: “Danke für Ihre Arbeit. Frohe Weihnachten.“

Dann verschwindet sie.

Ich bin total berührt. Mein Lieblingsmoment des Tages.

Dezemberfreude #18

©PaulaRabe

Heute verlosen wir drei Exemplare unseres Buches “zusammen gehalten“. Wenn Ihr teilnehmen möchtet, postet in den Kommentaren Euren heutigen Lieblingsmoment.

Bitte beachtet, dass wir ausschließlich innerhalb Deutschlands versenden.

Die Verlosung endet morgen Vormittag. Wir melden uns dann per Email bei den Gewinner*innen.

Viel Glück und liebe Grüße von uns.

Dezemberfreude #17

©PaulaRabe

Ich habe einen herzerwärmenden, lustigen und seeeehr subtilen Hinweis erhalten, dass Plätzchennachschub dringend erforderlich ist: Dieses Foto einer jämmerlich leeren Keksdose.

Also werden wir morgen noch mal backen. Selbstverständlich tun wir das. Weil es um das Wohl jener Person geht, die uns seit 20 Jahren die allerschönsten Lieblingsmomente schenkt, die unser Zuhause, unsere Familie, unser Anker ist.

Und weil wir wissen, wie sie ist, wenn sie hungrig ist. 😂

Dezemberfreude #16

©PaulaRabe

Wir haben heute ein ganz, ganz tolles, liebevoll und weise zusammengestelltes Wichtelpaket bekommen. Viele von uns finden darin etwas, das ihnen besonders gefällt und zu ihnen passt. Zum Beispiel schön schwarzhumorige Postkarten. 🙂

Es berührt uns sehr, wenn wir uns als Viele so gesehen und bedacht fühlen – und wir haben auch große Freude daran, “Multipäcken“ für andere zu gestalten.

Wenn Viele schenken und beschenkt werden, gibt’s direkt mehrere Lieblingsmomente auf einmal.