Dezemberfreude #23

©PaulaRabe

So, ich hab uns schon mal unser “feierliches“ Outfit für morgen zurechtgelegt. Was auf dem Foto noch fehlt: Die ausgebeulte Lieblingsjogginghose und die Regenbogen-Wollsocken.

Das Schöne an unserer Lebensform mit Wahlfamilie statt “Ursprungsfamilie“ ist: Wir können Weihnachten machen, was wir wollen. Shirt statt Bluse, Fritten statt Gans, “Klingel aus!“ statt braver Verfügbarkeit.

Wenn wir wollen, können wir morgen und übermorgen und überübermorgen den ganzen Tag fernsehen. Oder lesen. Oder aus dem Fenster schauen. Oder puzzlen. Oder was auch immer.

Wir dürfen schlecht gelaunt, traurig, müde oder auch glücklich und zufrieden sein. Wir müssen niemanden pflichtbewusst beschenken, anrufen oder besuchen. Wenn wir in eine Krise rutschen, können wir ihr unsere volle Aufmerksamkeit geben. Nichts muss, alles mögliche kann und darf.

Das ist unser größtes, bestes und wichtigstes Weihnachtsgeschenk: Persönliche Freiheit.

Und Euch wünschen wir dieses Erleben auch!

Dezemberfreude #22

©PaulaRabe

Da wird sie doch noch sichtbar an diesem grauen Tag: Die Sonne. Hinschauen, lächeln und sich getröstet fühlen.

Merken, wie sich etwas innen regen darf, das so lange tabu und verboten und unmöglich war: Hoffnung und Zuversicht.

Es ist okay, sich zu erlauben, auch auf etwas Großes und Wichtiges zu hoffen: Frieden, Gesundheit, Sicherheit, Versorgtsein, Mitmenschlichkeit, Besserung ganz allgemein.

Es ist nicht naiv, dumm oder vermessen, an etwas Gutes zu glauben. Und man riskiert auch nicht, dass sich automatisch alles zum Schlechten wendet, wenn man hofft, sehnt, wünscht.

Solche traumaassoziierten Überzeugungen können sich sehr hartnäckig innerlich halten – umso schöner, wenn mit der Zeit spürbar wird, dass sich da etwas bewegt und sogar auflöst.

In diesem Sinne: Hoffnungsstrahlen sehen und fühlen = Lieblingsmoment des Tages

Dezemberfreude #19

©PaulaRabe

Ich stehe mit meinem Paket in der sehr langen Schlange an der Poststelle eines Supermarktes.

Eine ältere Frau drängelt sich von hinten nach vorne durch und sagt dabei leise: “Ich muss nur kurz was abgeben…“ Ich höre verhaltenes Grummeln, aber glücklicherweise kein lautstarkes Gemecker von den Menschen in der Schlange.

Vorne angekommen legt die Frau dem Postmitarbeiter eine Tafel Edelschokolade auf den Tresen und sagt: “Danke für Ihre Arbeit. Frohe Weihnachten.“

Dann verschwindet sie.

Ich bin total berührt. Mein Lieblingsmoment des Tages.

Dezemberfreude #18

©PaulaRabe

Heute verlosen wir drei Exemplare unseres Buches “zusammen gehalten“. Wenn Ihr teilnehmen möchtet, postet in den Kommentaren Euren heutigen Lieblingsmoment.

Bitte beachtet, dass wir ausschließlich innerhalb Deutschlands versenden.

Die Verlosung endet morgen Vormittag. Wir melden uns dann per Email bei den Gewinner*innen.

Viel Glück und liebe Grüße von uns.

Dezemberfreude #17

©PaulaRabe

Ich habe einen herzerwärmenden, lustigen und seeeehr subtilen Hinweis erhalten, dass Plätzchennachschub dringend erforderlich ist: Dieses Foto einer jämmerlich leeren Keksdose.

Also werden wir morgen noch mal backen. Selbstverständlich tun wir das. Weil es um das Wohl jener Person geht, die uns seit 20 Jahren die allerschönsten Lieblingsmomente schenkt, die unser Zuhause, unsere Familie, unser Anker ist.

Und weil wir wissen, wie sie ist, wenn sie hungrig ist. 😂

Dezemberfreude #16

©PaulaRabe

Wir haben heute ein ganz, ganz tolles, liebevoll und weise zusammengestelltes Wichtelpaket bekommen. Viele von uns finden darin etwas, das ihnen besonders gefällt und zu ihnen passt. Zum Beispiel schön schwarzhumorige Postkarten. 🙂

Es berührt uns sehr, wenn wir uns als Viele so gesehen und bedacht fühlen – und wir haben auch große Freude daran, “Multipäcken“ für andere zu gestalten.

Wenn Viele schenken und beschenkt werden, gibt’s direkt mehrere Lieblingsmomente auf einmal.

Wir machen keine Weihnachtsferien.

©PaulaRabe

Wir möchten mitteilen, dass wir in der Peer- und Angehörigenberatung per Email auch an den Weihnachtsfeiertagen und Silvester (vormittags) erreichbar sein werden.

Krisen- und Notfallhilfe können wir in diesem Zusammenhang nicht leisten, aber wir wissen selbst, wie wichtig manchmal ein zuverlässiger, freundlicher, verstehender “Kontaktpunkt“ gerade an solchen Tagen sein kann.

Deshalb bleibt unsere Tür auch zu dieser Zeit zumindest vormittags geöffnet.

Dezemberfreude #15

©PaulaRabe

Dankbarkeit fühlen. Für unser Zuhause, in dem wir nicht frieren müssen, relative Gesundheit, ausreichend Nahrung, keinen Krieg in diesem Land, Freundschaft, Liebe, Perspektiven, frische Luft… Leben dürfen. Dankbarkeit für Lieblingsmomente.