
Organisierte Gewalt braucht jene, die sie aktiv ausüben und profitieren.
Und jene, die sie dulden, ignorieren, vertuschen, negieren.
Und jene, die sie wahrnehmen, sich aber hilflos, ohnmächtig oder paralysiert fühlen.
Organisierte Gewalt funktioniert in einem System, das Machtverhältnisse legitimiert und fördert.
Zum Beispiel dort, wo Politiker*innen vermeiden, ein Verbotsverfahren für eine rechtsradikale Partei auf den Weg zu bringen, weil sie sich Sorgen machen, was passieren könnte, wenn dieses Verfahren scheitert- und stattdessen lieber nichts tun…
Dort, wo Menschen eine rechtsradikale Partei wählen, obwohl und weil sie wissen, dass sie Nazis supporten- und dabei behaupten, selbst keine Nazis zu sein…
Es ist keine große Kunst, in Deutschland und anderswo kriminelle Gruppierungen, die Gewalt zu einem Geschäftsmodell ausbauen und ggf. ideologisch ummanteln, über längere Zeit zu etablieren.
Es ist keine Frage, dass das funktioniert und sogar öffentlich (mehr oder weniger) sichtbar sein kann.
Im Zweifel werden Strukturen plötzlich zu Einzelfällen, oder Systeme zu Zufällen, oder Betroffene zu Lügenden.
Und was machen wir damit?
Aus der Erstarrung heraus in eine Bewegung zu kommen ist DAS Hilfsmittel gegen kollektive Dissoziation!
Hier kommt das Ende unseres Gedichtes:
„Während die glänzenden Fassaden Eurer Villen, die wir mitbezahlt haben,
immer wieder an allen Ecken und Enden ins Bröckeln geraten,
stärken wir Tag für Tag
unser Fundament.
Ihr habt auf giftigem Sumpfgebiet gebaut, das nach und nach Euren Prunk zerfressen wird,
während Euer Zusammenhalt auf eine harte Probe gestellt wird.
Ihr seid gut vernetzt.
Aber wir sind gut organisiert.“
Danke 👍
Wir wünschen und hoffen, dass das trägt…
Wir wünschen und hoffen auch.
Das ist auf den Punkt gebracht in einer Zeit, die so Vieles auf jeden von uns einstürmen lässt und Danke für das Teilen. Wir haben nur eine Anmerkung, weil das Aber uns Bauchgrummeln macht.
Ihr seid gut vernetzt UND wir sind gut organisiert. Ich weiß, Deine Sprache gehört Dir, und ich will sie schon mal gar nicht nehmen, und vielleicht könnt ihr mit dem Und auch etwas anfangen.
Magst du sagen, was für dich an dem „und“ wichtig ist? Was sagt das Bauchgrummeln?
Für uns passt beides: „und“ und „aber“ 🙂