Traumatherapie gehöre in Profihände, sagen Viele. Und Anfänger*innen schicken Betroffene weg, mit dem Hinweis, sich an eine Fachperson zu wenden: DIS sei (zu) komplex, eine schwere Traumafolgestörung- und erfordere Helfer*innen, die sich „wirklich auskennen“. Die, die von sich (zu Recht oder Unrecht) behaupten, über Fachexpertise zu verfügen, haben keine freien Plätze oder sind privat zu bezahlen (wer kann das schon?).
Letztlich stehen Betroffene viel zu oft ohne (ausreichende) Unterstützung da, mit dem Gefühl, zu viel, zu krank, zu irgendwas zu sein.
Menschen, die im psychosozialen Bereich arbeiten, kommen mit dem Thema DIS (bzw. generell Gewalttraumafolgen) in Berührung, wenn sie Augen, Ohren, Kopf und Herz geöffnet haben. Wenn sie sich mehr informieren und fortbilden wollen, stehen ihnen verschiedene Medien und Möglichkeiten zur Verfügung. Die Chancen, hohe Weiterbildungsqualität zu bekommen, stehen ganz gut – die Risiken, ganz großen Murks serviert zu bekommen, sind mindestens genauso groß.
Es gibt diverse Darstellungen und Ideen von DIS, die falsch, überzogen oder unrealistisch sind- kein Wunder, wenn sich Einige da nicht rantrauen, wenn alles angeblich so „krass, speziell und besonders“ sein soll. Und kein Wunder, wenn manche (vermeintlichen) Profis ihr Ego damit füttern, mit diesem Klientel zu tun zu haben.
Welches Bild entsteht wodurch über DIS, welche Haltung entwickeln Helfende, welche Ideen haben sie über das, was sie tun können/sollen? Was davon passt tatsächlich in die Lebensrealitäten der Betroffenen?
Hilfe braucht die Bereitschaft, zuzuhören und ernstzunehmen; Flexibilität, Empathie, Offenheit und Klarheit mit sich selbst. Es braucht vor allem menschliche Eignung, noch vor Fachexpertise!
Wir möchten Menschen in psychosozialen Berufen ermutigen, dranzubleiben und sich einem Kennenlernen zu öffnen. Was dabei bedacht werden sollte, welche Fallstricke, Chancen und Optionen es gibt, welche Werkzeuge zur Verfügung stehen, wie Kontakt gelingen und gehalten werden kann, können wir in Workshops und Gesprächen miteinander beleuchten.
Sprecht uns gerne an, ladet uns in Teams, Institutionen , Vereine, Projekte, o.a. ein – und wir finden zusammen kreative, stärkende Wege!
Kontakt: paula – rabe (@) posteo . de (ohne Leerzeichen und Klammern)